Die Gattungen der Salmoniden und Forellenfische

Eine im Kreuzworträtsel oder in anderen Rätseln häufig gestellte Frage ist die nach einem Lachsfisch. Wir finden dafür über 70 Lösungen angefangen von Wörtern mit vier Buchstaben wie Anke, Renk und Salm über die fünfbuchstabige Lodde, die sechsbuchstabige Aesche, das Felchen mit sieben Buchstaben und so weiter bis hin zur Schwarzmeerforelle mit 18 Buchstaben. Wie das letzte Beispiel zeigt, gehören also auch die Forellen zu den Lachsfischen. Manchmal verbirgt sich hinter zwei oder drei unterschiedlichen Namen auch derselbe Fisch. Was es mit der so artenreichen Familie der Lachsfische auf sich hat, verraten die bloßen Namen eher nicht, obgleich es auf der Hand liegt, dass der Rheinsalm wohl ursprünglich nur im Rhein schwamm und die Adriaforelle eben in der Adria.

Von Alters her hochgeschätzte Speisefische

Schon der römische Gelehrte Plinius der Ältere schrieb in seinem Werk Naturalis historia, einer Enzyklopädie der Naturkunde aus dem 1. Jahrhundert nach Christus, über Lachse. Lachsfische sind nahezu auf der ganzen Welt verbreitet. Die Lachse selbst, aber auch so manche Forellenart können in Süßgewässern und in Meeren leben. Sie kommen je nach Art in großen Schwärmen vor und sind seit Alters her begehrte Speisefische. Das macht sie aber auch insbesondere seit der industriellen Fischerei anfällig für die Überfischung. Auch die Bebauung von Flussufern und die Errichtung von Wasserkraftanlagen erschwert gerade den Lachsen das Leben, denn sie schwimmen zum Laichen vom Meer in die große Flüsse Nord- und Mitteleuropas und Nordamerikas und müssen dort immer mehr Hürden überwinden.

Die Salmoniden oder auch Forellenfische

Die Familie der Lachsfische trägt den lateinischen Namen Salmonidae, die umgangssprachlich auch als Salmoniden oder Forellenfische bezeichnet werden. Lachsfische haben einen gestreckten, fast drehrunden oder seitlich abgeflachten Körper, tragen eine Fettflosse und haben ein gut ausgebildetes Seitenlinienorgan. Die Namensherkunft Lachs ist unklar. Fakt ist aber, dass es eine fast ähnliche Benennung der räuberischen Speisefische in vielen Sprachen schon lange gab, sei es der schwedische lax, der russische losós oder der litauische lasas ist. In den baltischen Sprachen könnte eine Verbindung zu Wörtern hergestellt werden, die so viel wie "gesprenkelt", "getupft" oder "gepunktet" bedeuten, ganz sicher sind sich die Etymologen da aber nicht. Immerhin könnte das ein Verweis auf das prächtig getupfte Hochzeitskleid der männlichen Lachse sein. Ein eindeutiger Zusammenhang besteht hier bei der Forelle, deren mittelhochdeutscher Name forhele auf ein indogermanisches Wort zurückgeht, das tatsächlich "bunt" und "gesprenkelt" bedeutet.

Eine große Familie mit zahlreichen Arten

Die Salmonidae sind eine große Fischfamilie mit zahlreichen Arten. Die Salmoniden werden in drei Unterfamilien geteilt. Das sind die Salmoninae, die Coregoninae und die Thymallinae. Die Salmoninae umfassen allein etwa 120 Arten. Zu ihnen zählen die Atlantischen und Pazifischen Lachse und die Forellen der Gattung Salmo, die Saiblinge, die überall auf der nördlichen Halbkugel leben und als Lebensraum kaltes und klares Süßwasser bevorzugen, sowie alle Vertreter der Gattung Hucho, große Lachsfische, die kalte Flüsse in Europa und Asien besiedeln. Zu den Coregoninae gehören beispielsweise Maränen, Renken, Felchen sowie Fische der Gattungen Prosopium und Stenodus. Die Thymallinae schließlich sind alle Fische der Gattung Äschen, die in Nordamerika, Europa, Sibirien und der Mongolei verbreitet sind.

Lachse und Forellen: nahe Verwandte

Schauen wir nun einmal auf die bei uns bekanntesten Speisefische: Atlantische Lachse und Forellen. Beide sind nahe Verwandte, was man schon an ihren wissenschaftlichen Namen erkennt. Die Forellen mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Salmo trutta kommen kommen ursprünglich in nahezu allen Süß- und Meergewässern Europas und Nordamerikas vor. Inzwischen sind Forellen durch menschliches Einwirken auch in Südasien und Südamerika, in Afrika, Australien und Neuseeland verbreitet und sie sind überall von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Man unterscheidet bei den Arten Salmo trutta Seeforellen, Meerforellen und Bachforellen. Die Regenbogenforelle gehört der Art Salmo gairdneri an und kommt ursprünglich aus Nordamerika.

Inzwischen ist die Regenbogenforelle auch bei uns beheimatet. Forellen sind überraschender Weise kräftiger gebaut als die mit ihnen verwandten Lachse. Sie haben einen recht großen Kopf und ein Maul mit kräftigen Zähnen, das bis hinter die Augen reicht. Ausgewachsene Meerforellen und Seeforellen werden bis 80 Zentimeter lang und können bis 20 Kilogramm schwer werden. Es gibt immer wieder auch Ausnahmeexemplare mit Längen von weit über einem Meter und einem Gewicht bis zu 40 Kilogramm. Die Färbung der hübsch gepunkteten Fische mit den roten Augenflecken kann ganz unterschiedlich sein.

Die königlichen Atlantischen Lachse

Die königlichen Atlantischen Lachse haben ihren Hauptlebensraum größtenteils im Atlantik, aber durchaus auch in Nord- und Ostsee. Die in großen Schwärmen lebenden, spindelförmigen Fische haben einen silbrig glänzenden, grauen Rücken, einen hellen Bauch und orangefarbenes Fleisch. Das rötliche Fleisch geht auf die Ernährungsweise der Fische zurück, die bei erwachsenen Fischen überwiegend aus Eismeergarnelen, Flohkrebsen, Sandaalen und zuweilen aus Heringen besteht. Lachse können bis zu 1,50 Meter lang werden und ein Gewicht von um die 35 Kilogramm erreichen. Lachse sind Wanderfische, die in ihrem Leben Tausende von Kilometern zurücklegen können. Das hat mit ihrer anadromen Lebensweise zu tun.

Anadrome Lebensweise der Lachse

Lachse, aber auch Meerforellen wechseln als Wanderfische ihren Lebensraum. Dafür wandern die erwachsenen Fische zurück in die Süßgewässer, in denen Sie einst geboren wurden. Obwohl Lachse die meiste Zeit ihres Lebens im Salzwasser verbringen, brauchen sie es nicht zum Leben. So gibt es durchaus auch Populationen, die ihr Leben in Süßgewässern verbleiben. Solche Lachsstämme werden als "landlocked" bezeichnet. Bei ihrer kräftezehrenden Wanderung hinein in die großen amerikanischen und europäischen Flüsse überwinden die Atlantischen Lachse zahlreiche Staustufen und dringen bis in die Quellgebiete der Flüsse vor. Die Jungfische bleiben in ihren ersten Lebensphasen zunächst je nach Art zwischen einem und acht Jahren in den Flüssen, entwickeln Kiemen und werden zu gefürchteten Jägern. Allerdings sind sie gerade in dieser Zeit auch Gejagte. Um die 40 Prozent des Fischnachwuchses wird zu Opfern von Bären, Vögeln und auch anderen lachsartigen Fischen. Die Wanderung zurück ins Meer findet meist im Frühsommer statt. Auch als ausgewachsene Fische können die Lachse noch zu Opfern von Haien, Robben, Dorschen, Rochen, Heilbutt und nicht zuletzt vom Menschen werden.

Die interessante Welt der Lachsfische

Das war unser kleiner Ausflug in die große und interessante Welt der Lachsfische. Und wenn Sie mal wieder ein Rätsel um einen Lachsfisch gelöst haben, haben Sie nun vielleicht Lust bekommen, die gesuchte Art etwas näher kennenzulernen.

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