Die Pflanzenarten der Süßgräser

Weizen ist eine Gattung der Süßgräser, deren Samen der Mehlgewinnung dienen. Im Vorderen Orient begann die Kultivierung des Wildeinkorns. Lange Jahre der Selektion und Züchtung brachten schließlich den Weizen hervor, den wir heute kennen. Anfangs vermehrten die Züchter nach Selektion nur jene Pflanzen, die die gewünschten Eigenschaften mitbrachten. Später begannen sie gezielt, bestimmte Pflanzen miteinander zu kreuzen um gleich mehrere erwünschte Eigenschaften von Einzelpflanzen miteinander zu verbinden. Hilfreich bei der Züchtung waren die Mendel`schen Regeln der Vererbungslehre. Heute kann man bereits das Erbgut entschlüsseln und auf diese Weise in die Entwicklung eingreifen.

Auch die Ziele der Züchtung haben sich verändert: Anfangs waren Pflanzen wichtig, die sich gut ernten ließen, später standen hohe Erträge im Vordergrund. Auch Resistenzen gegenüber Schädlingen und Pilzen werden teilweise angezüchtet, sowie bessere Backeigenschaften. Heute wird durch die langen Trockenzeiten im Sommer eine Antwort auf dieses Problem gesucht. Es dauert Jahre, oft auch Jahrzehnte, bis eine neue Sorte entwickelt, gezüchtet, zugelassen und als Saatgut vermehrt wird. Die Züchter müssen also weit vorausschauen und jetzt schon an jenen Sorten arbeiten, die in 20 Jahren gebraucht werden.

Der Name Weizen leitet sich vermutlich von der hellen, weißen Farbe des Mehls ab. Sein Gattungsname Triticum bedeutet Mahlfrucht, Dreschgetreide und stammt von tritum - getrieben, gedroschen - ab.

Weizen besteht zu etwa 70% aus Kohlenhdraten, hat einen Eiweißgehalt von etwa 11,5%, ungefähr 2%Fett und 10 % Ballaststoffe. Weizen enthält auch Gluten: Das im Korn enthaltene Gliadin ist ein Eiweiß, das die Backfähigkeit fördert und im Allgemeinen als "Kleber" bezeichnet wird. Davon ist aber nur ein Teil der Auslöser der Darmerkrankung bei Personen mit Glutenunverträglichkeit. Dinkel beinhaltet diesen nicht und ist daher für manche Zöliakiepatienten die geeignete Alternative.

Ein weiterer Weizenersatz bei Glutenunverträglichkeit ist Buchweizen, der überhaupt keine Gluten beinhaltet. Er trägt diesen Namen aber eigentlich zu Unrecht, denn er gehört nicht zu den Weizenarten, sondern ist ein Knöterichgewächs.

Weizenart mit 11 Buchstaben, für Semmeln und Kuchen : Weichweizen

Das ist die am häufigsten kultivierte Art. Aus ihr wird Mehl für Weißbrot und Backwaren gewonnen. Aber auch Malz, Stärke und Futtermittel werden daraus hergestellt, Weizenkeime und Kleie werden für spezielle Zwecke getrennt. Es gibt viele unterschiedliche Sorten, die für die unterschiedlichen Standorte besten Voraussetzungen mitbringen sollen. Er wird als Sommer- oder Wintergetreide angebaut, und erreicht eine Wuchshöhe von 40 bis maximal 100 cm. Sechs bis 18 cm können die Ähren lang sein. Manche Sorten besitzen lange Grannen, manche überhaupt keine.

Weizenart mit 5 Buchstaben für Pastafreunde: Durum

Er wird auch Glasweizen genannt und ist nach dem Weichweizen die häufigste Weizenart. Nudeln lieben ja die meisten Menschen, und dadurch wurde auch der Durum zu einem der wichtigsten Getreide. Er wird meist als Sommergetreide angebaut, hat einen hohen Glutengehalt und üblicherweise einen höheren Eiweißgehalt, dafür weniger Stärke als der Weichweizen. Durum gehört zu den Nacktweizen-Sorten.

Eine der ältesten kultivierten Weizenarten mit 5 Buchstaben: Emmer

Emmer wird auch Zweikorn genannt. Gemeinsam mit Einkorn haben wir hier die Ursprünge des Weizenanbaus und der Weizenzüchtung vor uns. Auch hier gibt es verschiedene Sorten, nämlich den schwarzen, weißen und roten Emmer. Meist werden die alten Sorten heute für Reformhäuser angebaut. In Äthiopien ist Emmer eine traditionelle Frucht, die wesentlich zur Nahrungsversorgung beiträgt. In anderen Ländern wächst seine Popularität wieder und er wird vom Backen bis zur Bierherstellung in vielen Bereichen verwendet. Sein Geschmack ist kräftig und etwas nussig.

Urweizen mit 5 Buchstaben: Kamut

Kamut oder Khorasan-Weizen ist eine Urform des Weizens und sozusagen eine Mischform aus Weizen und Hartweizen. Seine Körner sind oft mehr als doppelt so lang wie normale Weizenkörner und schmecken leicht nussig. Die Körner sind goldgelb. Auch das Mehl hat eine leicht gelbliche Farbe. Grundsätzlich ist Khorasanweizen viel resistenter gegen Schädlingsbefall, allerdings helfen die konventionellen Mittel nicht, wenn er doch einmal davon befallen wird.

Allergikergeeignete Weizenart mit 6 Buchstaben: Dinkel

Dinkel erlebt gerade in einigen Bereichen eine Renaissance. Besonders Allergiker schätzen ihn und auch Babynahrung wird oft mit Dinkel zubereitet, weil er bekömmlicher ist. Die Dinkelkörner sind fest von Spelz umgeben, der vor der Verarbeitung erst mechanisch von den Körnern entfernt werden muss. Dann allerdings hat der Dinkel reisähnliche Eigenschaften. Aus Dinkel kann aber auch Bier gebraut oder aus den gerösteten Körnern Dinkelkaffee hergestellt werden. Die Spelzen werden gerne als Füllung für Kräuterpolster verwendet oder dem Pferdefutter beigemengt werden. Seine Eigenschaften beim Backen sind etwas schwierig zu handhaben: Dinkel hat zwar einen hohen Proteingehalt, weist aber weniger Kleber auf, was den Teig zwar geschmeidig aber weniger reißfest macht. Wenn man Weizenmehl aus gesundheitlichen Gründen nicht komplett meiden muss, empfiehlt es sich, den Teig zu einem Drittel oder zur Hälfte mit Weizenmehl zuzubereiten.

Aus einer Not heraus - wenn zur Erntezeit Schlechtwetter bevorstand - wurde der Dinkel bereits im Milchreifestadium geerntet und künstlich getrocknet, um die Ernte zu retten. Erste Belege dafür stammen aus dem Jahr 1660. Aus der Not wurde eine Tugend - und das Produkt "Grünkern" war geboren, das nun in der Naturküche wieder neu entdeckt wird.

Wehrhafte Weizenart mit 13 Buchstaben: Grannenweizen

Grannenweizen könnte in den Trockenjahren helfen, den Ertrag trotzdem einigermaßen zu halten. Er kommt im Allgemeinen auch mit weniger Wasser zurecht und wird obendrein etwas früher reif als die anderen Arten. So verteilt sich die Ernte auf einen längeren Zeitraum, was die Arbeitsspitze entschärft. Gleichzeitig wird das Risiko des passenden Wetters in den Vegetationsperioden und zur Ernte für den ganzen Betrieb minimiert, da diese zeitversetzt zu den anderen Sorten sind. Grannenweizen hat noch einen weiteren Vorteil: Das Wild meidet ihn.

Violette Weizenart mit 12 Buchstaben: Purpurweizen

Die Wurzeln des Purpurweizens liegen in Äthiopien. Der ursprüngliche rote Hartweizen wurde mit Weichweizen gekreuzt. Purpurweizen gedeiht auch unter schwierigen Bedingungen in Trockenjahren und ist auch gar nicht so anfällig gegen Pilzerkrankungen wie herkömmliche Sorten. Die rote Farbe entsteht durch sekundäre Pflanzenstoffen in den Randschichten des Korns. Hier sind die Anthocyane zu finden. Wird das ganze Korn gemahlen, erhält natürlich auch das Mehl eine entsprechende Farbe. Das ganze Korn findet man bereits in manchem Müsli zur optischen Aufwertung. Aber nicht nur optisch gibt diese Weizenart etwas her, sie beinhaltet auch einige andere gesunde Stoffe. Es ist ja im Allgemeinen gesünder, Vollkornprodukte zu verzehren.

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