Metalle, deren Dichte oder Atommasse eine bestimmte Schwelle überschreitet

Die einzig gültige Definition für den Begriff "Schwermetall" gibt es nicht.

In der Technik werden darunter Metalle verstanden, die eine größere Dichte als 5g / cm3 aufweisen.

Chemiker machen den Begriff am spezifischen Atomgewicht und der Ordnungszahl fest. Wieder andere bringen den Begriff in Verbindung mit der Toxizität oder auch der Radioaktivität des Stoffes.

Schwermetalle kommen in den Gesteinen der Erdkruste vor. Forscher sind der Meinung, dass gerade jene Metalle, die in der Wirtschaft eine größere Rolle spielen, erst seit einer Kollision der Erde mit mehreren Tonnen Asterioidenmaterial auf unserem Planeten zu finden sind.

Schwermetall mit 4 Buchstaben, das früher zu Silvester in allen Haushalten zu finden war: Blei

In Vergleich zu anderen Schwermetallen kommt Blei relativ häufig in der Erdkruste vor. Blei ist ein Zerfallsprodukt radioaktiver Stoffe. Aber auch auf dem Mond wurde Blei gefunden. Heute wird Blei hauptsächlich durch Recycling alten Bleis hergestellt. Besonders gesundheitsschädigend ist das Einatmen von Bleistaub, dagegen wird natürlich vorkommendes Blei normalerweise nicht über die Haut aufgenommen. Als Schutz vor Röntgenstrahlung sind Bleischürzen aber heute noch im Einsatz.

Radioaktives Schwermetall mit 6 Buchstaben: Curium

Curium wurde nach Marie und Pierre Curie benannt. Unschwer lässt sich daher vermuten, dass dieses künstlich erzeugte Metall radioaktiv ist. Ausgangsstoff ist das leichtere Plutonium. Es ist silbrig weiß. Lange Zeit wurde seine Entdeckung nicht bekanntgegeben. Mehr durch Zufall wurde die Öffentlichkeit darauf aufmerksam, als in einer Radiosendung durch eine Hörerfrage das Gespräch auf neue Elemente kam. Der Alpha-Strahler erzeugt während seines Zerfalls eine sehr große Wärme und wird deshalb in Radionuklidbatterien verwendet. Diese gammastrahlungsarmen Batterien werden für Herzschrittmacher benötigt. Ebenfalls eingesetzt wird es in Röntgensonden zur Erforschung von Planetenoberflächen.

Schwermetall mit 6 Buchstaben, das Kontaktallergien auslösen kann: Nickel

Das metallisch silbrig glänzende Nickel hat seinen Platz im Periodensystem der Elemente im Laufe der Zeit geändert. Gehörte es früher der Eisen - Platin - Gruppe an, so hat es nun eine eigene Zugehörigkeit in der Nickelgruppe. Gefunden wurde Nickel in einem Mineral, das Kupfernickel genannt wird. Unter dieser Bezeichnung verstand man im Mittelalter das Erz, das zwar rötlich aussah, aber kein Kupfer beinhaltete. Die Menschen meinten, es sei von den Berggeistern, den Nickeln, verzaubert worden.

Die erste Münze wurde 1881 aus Nickel geprägt. Allergiker müssen bei Nickel besonders achtgeben: Da viele Menschen mit einer Kontaktallergie in Form von Hautausschlägen auf dieses Metall reagieren, wurde ein Gesetz erlassen, das die Vernickelung von Metallen, die in Hautkontakt kommen, stark einschränkt. Ein erhöhtes Risiko für das Erkranken an Plattenepithelkarzinomen der Atemwege ist mit dem Einatmen von Nickel verbunden. Reines Nickel wird kaum noch verwendet, die größten Mengen werden in Legierungen und rostfreiem Stahl verarbeitet. In Edelstahl, Alnico- Magneten, Münzen, E- Gitarrensaiten, Mikrofonkapseln, aber auch für die Grünfärbung von Glas, kommt Nickel zum Einsatz.

Schwermetall mit 6 Buchstaben, das eine grüne Patina bildet: Kupfer

Im Lateinischen trägt es den Namen Cuprum. Es ist eine Herleitung der Bezeichnung Erz von der Insel Zypern. Kupfer ist relativ weich und zäh und daher gut formbar. Es leitet auch besonders gut Wärme und Strom weiter. Es kommt daher als Kupferkabel zur Verwendung. Auch Münzen werden daraus hergestellt. Es gibt natürliche Vorkommen von Kupfer, die dann meist als Nuggets gefunden werden. Es tritt aber auch in Vergesellschaftung mit sekundären Kupfermineralien auf, wie beispielsweise Azurit und Malachit, Quarz und Silber. Kupfer kristallisiert kubisch oder als feine Stifte, die gemeinsam bizarre Formen ergeben. Poliert hat das Metall eine hellrote Farbe, Verwittert es, bildet sich eine Patina und die Farbe ändert sich von Rotbraun zu blaugrün. Grünspan sagt man im Volksmund dazu. Man findet diese grüne Patina beispielsweise auf Kirchtürmen aus Kupferblech.

Schwermetall mit 6 Buchstaben, das für seine blaue Farbe berühmt ist: Cobalt

Cobalt ist ein sehr giftiges Schwermetall. Seine blaue Farbe wird auch als Farbstiftfarbe in vielen Farbkästen verewigt. Es hat ferromagnetische Eigenschaften und ist ein Metall mit bläulich - gräulicher Farbe. Es ist ein sehr seltenes Element und kommt in der Erdkruste vor. Meistens gemeinsam mit Nickel, Kupfer, Silber oder Eisen - und mit dem radioaktiven Uran. Besonders große Vorkommen gibt es in der demokratischen Republik Kongo und in Sambia. Als Spurenelement ist Kobalt aber in den meisten Böden zu finden.

Vor allem für temperaturfeste Farben und Pigmente, vor allem für Glas und Keramik, wurde Kobalt bald entdeckt und geschätzt. Kobalt ist ein wichtiger Bestandteil um Metallwerkzeuge, aber auch Implantate, temperaturbeständiger zu erhalten. Diese Legierungen korrodieren nicht und weisen auch keinen Verschleiß auf. Wie Titan können sie für Prothesen verwendet werden, die bei orthopädischen Operationen eingesetzt werden. In Lithium- Ionen- Batterien wird Cobalt häufig verwendet, besonders für den mobilen Bereich der Elektro- Autos.

Dehnbares Schwermetall mit 6 Buchstaben: Platin

Das Edelmetall aus der Nickelgruppe ist sehr wertvoll und selten. Aufgrund seiner Eigenschaften ist dieses schmiedbare, dehnbare, grau- weiße Material sehr begehrt. Das Edelmetall ist auch sehr witterungsbeständig. Seine Einsatzgebiete reichen von Fahrzeugkatalysatoren über Laborgeräte und Zahnimplantate bis zu Schmuck und Chemotherapie bei bestimmten Krebserkrankungen. Als Mineral kommt Platin als Nuggets vor, die vor allem in Südafrika, Russland und Kanada abgebaut werden. Nachgewiesen wurde Platin bisher weltweit an 380 Fundorten. Neben den natürlichen Vorkommen ist auch die Buntmetallerzeugung eine Platinquelle: Platingruppenmetalle fallen hierbei als Nebenprodukt an.

Schwermetall mit 11 Buchstaben, dessen Dichte 13,5x so hoch wie jene von Wasser ist: Quecksilber

Das silbrig glänzende, bei Zimmertemperatur flüssige Schwermetall ist unter anderem von den früheren Fieberthermometern bekannt. Das flüssige Material bildet kleine Tropfen. Gemeinsam mit anderen Metallen entstehen Legierungen, die Amalgame genannt werden. Diese sind ja von Zahnfüllungen bekannt. Ein unangenehmer Effekt kann auftreten, wenn man versehentlich mit einer Amalgamfüllung auf ein Stück Alufolie beißt, denn dann beginnt Strom zu fließen, der einen metallischen Reiz am Zahnnerv hervorruft. Heute wird Quecksilber aus vielen Bereichen aufgrund seiner schädlichen Wirkungen verdrängt. Früher war es auch in Krankenhäusern üblich, quecksilberhaltige Desinfektionsmittel zu verwenden. Durch seine hohe Dichte schwimmt sogar ein Eisenwürfel auf dem Quecksilber. Seit 2009 dürfen innerhalb der EU keine quecksilberhaltigen Fieberthermometer, Blutdruckmessgeräte oder Barometer neu an Private verkauft werden. Ausnahmen sind Geräte für medizinischen oder wissenschaftlichen Gebrauch. Auch die vorhandenen Geräte dürfen weiterhin verwendet werden.

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