Die Inselgruppen im Ägäischen Meer

Nicht selten wird in Rätseln nach einer Kykladeninsel gefragt. Lösungen findet der passionierte Rätsellöser mit unserer Hilfe schnell, weiß aber dennoch nicht automatisch, was sich hinter den geheimnisvollen Kykladen verbirgt. Insgesamt bieten wir über 70 Lösungen für Kykladeninseln, angefangen von solchen mit drei Buchstaben wie Kos oder Ios über vier-, fünf- und sechsbuchstabige Inselnamen wie Nios, Delos, Tinos, Serifos bis hin zu acht-, neun- und zehnbuchstabigen Lösungen wie Santorin, Andiparos und Makronisos oder sogar Lösungen mit 11 und 13 Buchstaben wie Paleakameni und Panokoufonisi. Die historisch so bedeutsamen Inseln im griechischen Mittelmeer sind ausgesprochen interessant. Es handelt sich dabei um ganz unterschiedliche Eilande und es lohnt sich wirklich, etwas mehr als nur ihre Namen über sie zu erfahren.

Die Inselgruppe in der südlichen Ägäis

Die Bezeichnung Kykladen geht auf das altgriechische Wort kyklos für Kreis zurück. Die schon in der griechischen Antike wichtigen Inseln legen sich wie ein Kreis um das eher kleine, aber als Heilige Insel und später Freihandelshafen besonders bedeutsame Delos. Die Inseln wiederum die außerhalb dieses Kreises liegen, nannte man damals schon Sporaden, was als "die Zerstreuten" zu übersetzen ist. Die Kykladen erstrecken sich über eine Flächen von etwa 2.500 Quadratkilometer. Nicht alle Inseln der Kykladen sind bewohnt.

Insgesamt leben auf allen Kykladen zusammen gerade mal um die 100.000 Menschen. Als Hauptstadt der Kykladen gilt die größte Hafenstadt Ermoupolis auf der Insel Syros. Allein hier leben mehr als 11.000 Einwohner. Die Kykladen sind ein Inselparadies mit vielen Gesichter und man findet hier viele archäologisch bedeutsame Stätten, die teilweise in prähistorische Zeit zurückreichen oder auch in der Zeit des Mittelalters zu neuer Blüte gelangten. Die Insel Tinos ist in heutiger Zeit der wichtigste Ort für die griechisch-orthodoxen Christen, die jedes Jahr zu Tausenden auf die Insel pilgern, um hier an dem berühmten Prozessionszug teilzunehmen.

Die Perlen von Hellas in der Antike

Im antiken Zeitalter wurden die Kykladen die Perlen von Hellas genannt. Die Inseln ganz unterschiedlicher Größe bestehen überwiegend aus vulkanischem Gestein. Das Klima ist mild und die Böden fruchtbar. Manche der Kykladen verfügen über üppige Vegetation wie beispielsweise die nördlich gelegene Insel Andros, die im Volksmund auch "die Reederinsel" genannt wird. Andere Inseln wie etwa Mykonos hingegen sind kaum mit Bäumen bewachsen und daher relativ karg, haben aber durchaus auch ihre Reize. Eine der südlich gelegenen Kykladeninseln ist Santorin. Santorin, neugriechisch Thera genannt, ist wiederum selbst ein kleines Archipel und liegt unweit der größten griechischen Insel Kreta. Die Inseln Santorins gruppieren sich um eine mit Wasser gefüllte Caldera, die durch den Ausbruch eines heute noch aktiven Vulkans vermutlich etwa um 1.500 vor Christus entstanden ist. Die gewaltige Eruption war damals vermutlich ein Auslöser des Untergangs der minoischen Hochkultur auf Kreta und Santorin selbst, wo die freigelegte minoische Stadt Akrotiri zu bestaunen ist. Akrotiri kann als das Pompeji der Bronzezeit bezeichnen werden. Besiedelt waren Santorin und andere Kykladen aber schon in der Steinzeit vor mehr als 7.000 Jahren. Zeugnis dafür sind die weltbekannten Kykladenidole, von denen viele im Athener Nationalmuseum ausgestellt sind. Auf Santorin leben heute etwa 15.000 Menschen.

Antike so weit das Auge reicht

Eine fiktive Schiffsreise könnte von Santorin zur nordwestlich gelegenen Insel Milos führen. An Milos ganz besonders sind die Syrmata, bunte Häuser, die direkt am Meeresufer erbaut sind und im Winter als "Garagen" für Fischerboote dienen. Auf Milos wurde die berühmte Venus von Milo gefunden. Die Skulptur aus dem 2. Jahrhundert vor Christus steht heute im Louvre in Paris. Milos verfügt über nicht unbedeutende Bodenschätze. Zudem findet man am Strand allerhand Obsidian-Gesteinglas, aus dem einst Messer hergestellt wurden. Von Milos aus kann die Reise weiter zu den nordöstlich gelegenen Inseln Paros und Naxos gehen. Beide Inseln sind bekannt für ihre wertvollen Marmorvorkommen. Auf Saliagos, einer kleinen Insel vor Paros, wurde eine der ältesten Siedlungen aus der Jungsteinzeit entdeckt. Auf Paros selbst wurden zahlreiche Kykladenidole aus der Bronzezeit geborgen, nach denen eine ganze Kulturstufe Kykladenkultur genannt wurde. Wenn man sich Naxos nähert, wird man schon von der Ferne auf ein antikes Tor aufmerksam, das einst Teil einer größeren Anlage war. Naxos ist zudem bekannt für seine sogenannten Wohntürme aus dem 17. Jahrhundert, die unter venezianischer Herrschaft erbaut wurden.

Delos: das Herz der Kykladen

Von den benachbarten Inseln Paros und Naxos reisen wir nun vielleicht weiter nach Mykonos, ein touristischer Hotspot, der bekannt für seine zahlreichen Windmühlen ist. Nur von hier aus gelangt man mit kleineren Fährbooten auf die Insel Delos, die über und über mit antiken Hinterlassenschaften bedeckt ist. Die unbewaldete und heute auch unbewohnte, 3,6 Quadratmeter große Insel ist das größte Ruinenfeld Griechenlands. Die gesamte Insel ist zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden. Zunächst war die Insel im Altertum eine heilige Stätte mit einem Apollonheiligtum. Im Mythos galt Delos als schwimmende Insel, die Zeus oder Poseidon nach der Geburt Apollons und seiner Schwester Artemis an vier diamantenen Säulen befestigt haben soll. Die kleine Insel geriet im Verlauf der Geschichte immer wieder unter wechselnde Vorherrschaft und wurde unter römischem Protektorat zum Freihandelshafen und Handelszentrum. Zur Blütezeit im 2. Jahrhundert vor Christus haben hier zwischen 20.000 und 30.000 Menschen gelebt.

Eine Rundfahrt geht zu Ende

Von Delos und Mykonos aus fahren wir nun vielleicht noch zu der nördlich gelegenen Insel Tinos, ehe wir zum Athener Hafen Piräus zurückkehren. In antiker Zeit gehörte Tinos wie andere Kykladen auch zum Attischen Seebund. Später geriet die Insel unter venezianische und osmanische Herrschaft, ehe sie wieder zum griechischen Staat gehörte. Im frühen 19. Jahrhundert wurde auf Tinos ein Marienbild ausgegraben, dessen Fundstelle die Jungfrau Maria selbst einer Ordensfrau verraten haben soll. Der Fund begründete den Ruf der Insel als heilige Stätte und Wallfahrtsort. Tinos wird daher auch als griechisches Lourdes bezeichnet. Auf Tinos gibt es neben der berühmten Wallfahrtskirche über tausend weitere Kirchen, aber auch viele Windmühlen und die für die Insel typischen, ganz einzigartigen Taubenhäuser. Mit seinen vielen Brieftauben war Tinos bis in 20. Jahrhundert hinein ein wichtiger Poststützpunkt. Wie sich gezeigt hat, reicht eine Reise für die Kykladen nicht aus. Aber man kann das Erraten einer Kykladeninsel immer zum Anlass nehmen, ein bisschen mehr über die jeweilige Insel zu erfahren.

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