Die wichtigsten Germanischen Götter

Den Göttern sei Dank gibt es ausreichend Rätselfragen

In beinahe jedem Buchstabenrätsel wird nach Göttern oder Gottheiten gefragt. Etwas seltsam ist, dass den meisten Deutschen die römischen sowie griechischen und sogar die altägyptischen Götter geläufiger zu sein scheinen, als es bei den germanischen Göttern der Fall ist. Diese sind in der Tat auch ein wenig verwirrend, denn nicht immer lässt sich eine Gottheit eindeutig als germanisch, keltisch, nordisch oder sonst wie kategorisieren.

Im Kreuzworträtsel oft gefragte germanische Götter

Mit einer der bekanntesten Götter bei Rätselfreunden ist Aesir, der im Buchstabenrätsel auch als nordischer Gott nachgefragt wird. Unter dem 5 Buchstaben-Begriff Alcis verbergen sich die Zwillingsgottheiten, die nur als Söhne der Himmelsgötter bekannt sind. Aus germanischer Zeit haben wir eine La Tene-Urne mit Bildern von gepaarten Männern zu Pferd, die durch einen Holzbalken verbunden sind. Tacitus beschreibt die Verehrung der Zwillingsgötter durch den Naharvali-Stamm, dessen Priester in feminine Kostüme gekleidet sind, ähnlich wie bei der phrygischen Gottheit Attis. Die Alcis wurden möglicherweise in besonderen Wäldern an der Nordküste Europas verehrt. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass sie germanische, keltische und nordische Gottheiten waren.

Einige weibliche germanische Göttinnen

Die Alrunes waren die Lares oder Penaten der alten Römer. Eine Alruna-Frau war die Haushaltsgöttin in einer deutschen Familie. Unter dem Namen Aufaniae sind keltische, möglicherweise auch germanische Muttergöttinnen zusammengefasst. Sie sind nur aus symbolischen Inschriften bekannt und scheinen hauptsächlich im Rheinland verehrt worden zu sein. Beda ist eine germanische Göttin, die zusammen mit den Alaisiagae-Schwestern sowie Fimmilena und Mars Thingsus bei den Tubantes beliebt war. Bertha hingegen war in Süddeutschland ansässig. Sie hält zur Sparsamkeit an, ist Patronin der Spinnerinnen und sorgt im Haushalt für ein geordnetes wirtschaftliches Management.

Eine besondere gottähnliche Gestalt der germanischen Sagenwelt sind die Buschweiber, die auch zu den Waldgeistern und Baumgöttern zählen und gelegentlich göttliche Wildmädchen genannt werden. Wird die Alte um Hilfe angerufen, ist ein Hausgeist mit vier Buchtaben zur Stelle, der mit Regeln zur Sparsamkeit beisteht. Der Butze hingegen ist mal ein göttlicher oder gottesähnlicher Unhold, mal ein hilfreicher Haushaltsgeist. Als Kobold und gottähnliche Gestalt ist der Biersel bekannt. Dieser lebt im Keller, trinkt Bier und putzt dabei Krüge und Flaschen.

Legendäre Gestalten, die Götter oder Gottheiten sind

Nicht alle mythischen Wesen und Charaktere sind sofort und zweifelsfrei als Götter oder Gottheiten zu identifizieren. Bei einigen Fabelgestalten ist unklar, ob sie auch im deutschen Raum eine Bedeutung hatten. Dennoch bringen diese alle Eigenschaften mit, um als Göttheit angesehen zu werden. Ein Paradebeispiel dafür ist die germanische Wintergöttin Frau Holle, die in mehrere deutsche Märchen Einzug gehalten hat.

Römische Götter in germanischen Stämmen

Eigentlich wird Fortuna in Kreuzworträtseln als römische Glücksgöttin mit sieben Buchstaben nachgefragt. Ursprünglich ist es eine Gottheit, die Frauen besonders ansprach, teilweise in einem orakelhaften Kontext. Sie trägt einen Globus, ein Ruder und das Füllhorn. Sie hat sich wahrscheinlich aus der griechischen Göttin Tyche entwickelt. Ihr Hauptsymbol ist das Schicksalsrad, auf dem sie stehen kann. Zahlreiche Renaissancekünstler bevorzugten es, Fortuna so darzustellen. Zu ihren berühmtesten Heiligtümern in Rom zählte der Tempel der Fortuna Redux, erbaut von Domitian, um seine Siege in Germania zu feiern. Fortuna ist in einer bekannten Steinschnitzerei im Gloucester Museum in England zu sehen, auf der auch ihre drei Hauptattribute abgebildet sind. Fortuna wurde aber regional von germanischen Stämmen als Göttin quasi importiert, insbesondere im Rheinland. Das zeigt sich bis heute an den Namen von Sportvereinen, darunter Fortuna Düsseldorf und Fortuna Köln.

Auch der römische Gott Jupiter wurde eingedeutscht. Der Begriff Jupiter stammt aus dem Lateinischen und ist eigentlich eine Ableitung von Vater. Ein Planet unseres Sonnensystems wurde so benannt. Überdies war früher der heutige Wochentag Donnerstag direkt nach dem Gott benannt. Die etymologische Wurzel ist im französischen Jeudi von Jovis Dies zu suchen. Die indogermanische Gottheit, die germanisch als Tiwaz Namensgeber für den Dienstag ist, ist eine Weiterentwicklung des griechischen Zeus. Alle stammen in ihrer Basis aus der Dyaus Pita der vedischen Religion. Jupiter ist eine Vokativform des Namens, die aus Dyeus hervorgegangen ist. Östlich des Rheins wurde Jupiter von mehreren germanischen Stämmen verehrt. Dabei gibt es Anzeichen dafür, dass diese Verehrung begann, bevor die Römer nach Germanien einmarschiert sind.

Germanische Urgötter

Unter dem Namen Disir werden im Germanischen, Nordischen und Isländischen kollektiv die Schutzgöttinnen zusammengefasst. Diese waren im Herbst Gegenstand eines Opferrituals. Ihnen werden starke Fruchtbarkeitskonnotationen als Vegetations- und Fruchtbarkeitsgottheiten zugeschrieben. Sie werden im Sigr drifumal, in der poetische Edda detailliert beschrieben. Die Disir umfassen die Walküren und Norns der germanischen Mythologie.

Wird ein germanischer Gott mit 5 Buchstaben gesucht, ist die Lösung meist Donar, der Sturmgott. Er ist der Gott des Donners, dessen Symbol entweder ein Hammer oder eine Axt ist. Im modernen Deutsch entspricht Donar dem Donnerstag. Zudem ist der Donar eine Korruption von Thor, dem Gott der Wikinger, dem Sohn von Odin.

Erda ist im Germanischen eine der ältesten Göttinnen. Sie gilt als Göttin der Weisheit und der Erde. Erda gilt als Königsname. Währenddessen wird unter dem Namen Freya die germanische Göttin der Fruchtbarkeit, Liebe, Schönheit, des Sex und der Jugend verstanden. Frjorgyn ist ebenso eine germanische Göttin, aber eine ohne bekannten Kult. Der Name deutet darauf hin, dass sie eine Berg- oder Waldgöttin ist und möglicherweise als Göttin der Fruchtbarkeit verehrt wurde. Fulla ist eine germanische Kleingöttin. Im zweiten Merseburger Charme wird sie als Begleiterin der Göttin Frigg dargestellt, deren Schwester sie möglicherweise ist. Fulla, manchmal auch Folla wird zudem in vereinzelten Regionen als germanische Göttin der Heilung beschrieben.

Duergar sind Norse und Gottheiten, die manchmal auch als Zwerge dargestellt werden. Sie leben in Felsen und Hügeln. Duegar sind bekannt für ihre Stärke, Subtilität, für magischen Kräfte und ihre Fähigkeiten in der Metallurgie. Sie sind die Personifikation der unterirdischen Kräfte der Natur. Nach dem gotisch-deutschen Mythos waren die Duergar die ersten Maden in Ymirs Fleisch, aber danach nahm sie die Ähnlichkeit von Männern an. Der erste Duergar war Modsogner, der nächste Dyrin.

Hulda ist die altdeutsche und germanische Göttin der Ehe und Fruchtbarkeit, die Bräutigame an Jungfrauen und Kinder an Verheiratete sandte. Irmin gilt germanisch als der mythische Gründer des Hermiones-Stammes, Sohn von Mannus und als Kriegsgott. Dieser germanischer Kriegsgott ist wahrscheinlich mit Tiwaz gleichzusetzen. Der Name impliziert eine große Stärke. In Sachsen gibt es die sogenannte Irmin-Säule, die möglicherweise auf die Gottheit hinweist.

 

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