Eine Vorrichtung am Webstuhl

Der Weberkamm ist ein Werkzeug, das für den Webstuhl benötigt wird. Er verfügt über Stäbe, denen er seinen Namen verleiht. Mit ihnen werden Kettenfäden geführt. Ohne Weberkamm lässt sich nicht weben. Manchmal kommt im Kreuzworträtsel die Frage nach einem Synonym für den Weberkamm auf. Er kann Webblatt heißen, aber auch Riet oder Ihle. Hier kommt es auf den Kontext der Umgebung und der Buchstabenanzahl an.

Welche Eigenschaften hat der Weberkamm?

Der Weberkamm gehört zwingend zum Webstuhl. Der Aufbau ist ähnlich einer Leiter. Zwischen den Profilen und den Leisten sind viele dünne Blätter angebracht. Die Kettfäden werden durch die Schlitze geführt. Befestigt werden die Blättchen mit sogenanntem Pechbund. Alternativ dazu kann heute auch Zinn- oder Bleiguss verwendet werden. Auch Epoxidharz wird dafür verwendet. Heute werden sie überwiegend aus Metall gefertigt, während sie früher aus Schilfrohr hergestellt wurden.

Da es sich um Rohre handelte, werden Weberkämme eben auch Riet genannt. Je nachdem, wie dicht der Kamm ist, desto dichter ist auch das Gewebe. Weiterhin wird die Dichte durch das Fadenmaterial und die Fadenstärke beeinflusst. Die Breite des Weberkamms ist für die Breite des Stoffes verantwortlich. Wie hoch er ist, kommt auf die größtmögliche Sprunghöhe an.

Die Kettfäden laufen vom Kettbaum hinüber zum Warenbaum. Die Schäfte werden senkrecht bewegt, sodass die Fäden sich spreizen. Daraus resultiert ein Fach, das sich zwischen den Fäden befindet. Es erfolgt ein Schuss durch den sogenannten Schützen oder das Weberschiffchen. Das sorgt dafür, dass der Schussfaden zwischen den Fäden abgelegt wird.

Der Weberkamm liegt zwischen dem Warenbaum und den Schäften. Nach einem Schuss wird der Kamm zum Warenbaum geführt. Auf diese Weise drückt der Kamm den neuen Schussfaden in den bereits erstellten Stoff und sorgt für Festigkeit.

Gibt es noch weitere Weberkämme, die als Antwort im Kreuzworträtsel verwendet werden können?

Ein Weberkamm ist notwendig, um die Kettfäden im Rahmen oder Stuhl sorgfältig zu führen. Da die Fäden separat durch die kleinen Schlitze des Kamms geführt werden, können sie über die gesamte Breite des Stuhls fixiert werden. Sobald der Schussfaden eingetragen ist, läuft der Kamm zum fertigen Stoff über, damit dieser Schussfaden damit verbunden werden kann. Dabei ist etwas Platz vorhanden. Das Anheben und Absenken der Fäden erfolgt durch Litzen, das ist nicht die Aufgabe des Weberkamms.

Der Weberkamm kann auch als hölzerner Gatterkamm für die professionelle Bandweberei eingesetzt werden. Aber auch Heimwerker setzen ihn ein. Seine Stege verfügen in der Mitte über eine Bohrung. Dort hinein werden die Kettfäden geführt, die danach durch die Schlitze der Stege verlaufen. Wird der Gatterkamm angehoben oder abgesenkt, bewegt er die Fäden, die Schlitzfäden verbleiben dort, wo sie sich gerade befinden.

Dadurch entsteht das Fach für den Schützen beziehungsweise das Schiffchen. Genauer gesagt, handelt es sich dabei um ein tiefes Fach und ein hohes Fach. Der Schütze verläuft jeweils durch das hohe und tiefe Fach. Der Weberkamm soll auch bei dieser Technik gewährleisten, dass der Schussfaden zum erstellten Stoff geführt wird.

Was ist die Weberei für eine Technik?

Das Weben zählt zu den ältesten Techniken, wenn es darum geht, Stoff herzustellen. Es gibt dort zwei oder mehr Fadensysteme, bei denen es sich um die Kette und den Schuss handelt. Diese werden miteinander verkreuzt. Die Kettfäden sind der Träger. Dort hinein wird der Schussfaden befördert. So wird dann nach und nach das gewünschte Gewebe produziert. Es lässt sich jedoch nicht nur Stoff herstellen, sondern auch Tapeten und Teppiche können auf diese Weise gefertigt werden.

Das Weben unterscheidet sich vom Flechten, indem die Fäden sich diagonal kreuzen, beim Weben erfolgt das rechtwinklig. Die Bildwirkerei ähnelt der Weberei, wird jedoch trotzdem etwas anders durchgeführt. Dort werden die Schussfäden nicht komplett eingearbeitet, sondern lediglich am Rand.

Um Stoffe und andere Gewebe herstellen zu können, ist noch ein Webstuhl notwendig. Beim ersten handelte es sich um einen Webstuhl, der manuell bedient wurde. Seine Technik wurde regelmäßig optimiert. Doch erst im 18. Jahrhundert konnte er automatisch eingesetzt werden. Danach wurden Webmaschinen eingesetzt. In der heutigen Zeit wird das Gewebe mit der Hilfe von Maschinen hergestellt. Wird im Kreuzworträtsel nach dem Webkamm gesucht, kann der Begriff auch Kirkit heißen.

Die Geschichte des Webens

Neben dem Bearbeiten von Steinen und Holz zählt das Weben zu den ältesten Techniken. Schon seit mehr als 32.000 Jahren wird es eingesetzt, um Gewebe herzustellen. Die Töpferei wurde erst viel später erfunden. Bereits im alten Ägypten wurden Stoffe gewebt, die für Bekleidung eingesetzt wurden. Zunächst wurden Gewichtswebstühle verwendet. Dort wurden die Fäden mit einem Gewicht beschwert und an Balken fixiert. Schon in frühester Zeit wurde auf diese Weise gewebt. Als Material wurde dafür Wolle oder Flachs genutzt.

Weiteres Material war der Bast von Bäumen, der aus deren Rinde gewonnen wurde. Solche Gewichtswebstühle nutzten die Menschen bis in das Mittelalter hinein. Schon in der Bronzezeit wurde mit dieser Technik ein Minirock gefertigt, bei dem es sich um den weltweit ersten bekannten handelt. Durch das Weben von Teppichen und Textilien wurden verschiedene Völker reich, beispielsweise die Babylonier oder die Phönizier. Ihr technische Überlegenheit in diesem Bereich behielten sie bis zum 13. Jahrhundert, und zwar in mehreren Gebieten der Erde.

Die Griechen nutzten ebenfalls Webstühle. Es wird angenommen, dass das Spinnen und Weben zum Produzieren von Kleidung hauptsächlich von den Frauen durchgeführt wurde. Möglich ist auch, dass die Bildweberei eine starke Konkurrenz für die Malerei der damaligen Zeit war. Es sind noch Bilder vorhanden, an denen sich erkennen lässt, dass auch für die Bildweberei Gewichtswebstühle genutzt wurden.

Die weitere Entwicklung der Weberei

Später zu Zeiten der Römer verwendeten die Menschen nicht mehr nur Wolle, sondern auch anderes Material, zum Beispiel Leinen aus Spanien und Ägypten oder Seide aus China. Die Germanen setzten zum Weben Garne aus Wolle und Leinen an. Damit erstellten sie komplexe Gewebe mit Mustern.

Mit der Zeit setzte sich das industrielle Weben in Europa ebenfalls durch. Seit dem 15. Jahrhundert war in Augsburg eine Weberzunft beheimatet. Überall dort, wo es viele Weber gab, fanden immer wieder Webermärkte statt. Eine wichtige Rolle für die Leinenweberei spielten die Städte Bielefeld in Nordrhein-Westfalen sowie Laichingen in Baden-Württemberg.