Römische Häfen der Antike

Römische Häfen - Geschichte der Antike fürs Kreuzworträtsel

In Kreuzworträtseln ist Ostia als römischer Hafen der Antike häufig gefragt, auch weil drei Vokale und zwei der häufigsten Konsonanten enthalten sind. Aber nicht nur deshalb sollten Rätselfreunde Ostia kennen, denn dieser antike Hafen war in der Tat eine Besonderheit. Ostia war der erste Hafen Roms, gelegen an der Mündung des Tiber. Die Ruinen finden sich neben dem mittelalterlichen Dorf Ostia Antica.

Nach Angaben römischer Historiker wurde die Siedlung vom vierten König von Rom, Ancus Marcius, gegründet. Die ältesten Überreste gehören zu einem Castrum, römisches Militärlager mit sieben Buchstaben, errichtet ca. 300 v. Chr. Es schützte sowohl die Flussmündung als auch die Salzpfannen. Im ersten Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich Ostia zu einem wichtigen Handelshafen. Dies war notwendig, um den Bedürfnissen der ständig wachsenden Bevölkerung Roms gerecht zu werden.

Ostia hatte nur einen Flusshafen, keinen natürlichen Schutz in Form einer Bucht. Daher wurden einige Kilometer nördlich von den Kaisern Claudius und Trajan zusätzliche Hafenanlagen, der Portus Romae errichtet. Der wurde zu einer eigenen Stadt. Die rund 50.000 Einwohner lebten in Hochhäusern. Sie arbeiteten in einer Art antikem internationalen Handelszentrum. Sie organisierten den Warentransport zu den Hafenanlagen, die vorübergehende Lagerung vor Ort und den anschließenden Transport nach Rom in Schleppbooten auf dem Tiber.

Heute ist die Stadt ca. 3 km vom Meer entfernt, aufgrund der starken Verschlammung im Laufe der Jahrhunderte. Durch Sümpfe und Malaria "geschützt" wurde der Landstrich später kaum genutzt, so dass die Ruinen relativ gut erhalten sind.

Neapolis - das alte Neapel

Neapolis, Name Neapels in der Antike mit acht Buchstaben, liegt an der Westküste Italiens in der Nähe der Hafengruppe Misenum - Portus Iulius - Puteoli. Neapolis wurde 90 v. Chr. Eine römische Stadt. Neapolis heißt übersetzt "Neue Stadt".

Der Hafen stammt wahrscheinlich aus dem vierten Jahrhundert vor Christus. Im Januar 2004 wurde der Standort des Hafens während der Arbeiten für eine neue U-Bahnlinie ermittelt. Was damals der Hafen war, ist heute die Piazza Municipio. Das Meer erstreckte sich vom modernen Platz bis zur Piazza Bovio und bildete eine Bucht, die im Osten und Westen durch zwei Vorgebirge geschützt war. Bei den Ausgrabungen für die neue Metropolitana-Linie wurden drei römische Schiffe freigelegt. Ausgrabungen haben gezeigt, dass Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. eine Pier aus Holzpfählen und Steinen gebaut wurde. Kais folgten erst im zweiten Jahrhundert n. Chr. Auf der Piazza Nicola Amore wurden die Überreste einer beeindruckenden kaiserlichen Villa entdeckt, in der die römischen Isolympischen Spiele stattfanden.

Salona in Kroatien

Salona im heutigen Kroatien war ein römischer Hafen, rund fünf Kilometer von Split entfernt. Heute heißt die Stadt Solin. Diese liegt an der Küste der Adria, in der Antike "Mare Hadriaticum" und "Mare Superum" genannt, einschließlich eines Teils des heutigen Mittelmeers. Die Stadt liegt im Jadro-Delta. Der vollständige Name der Stadt war Colonia Martia Iulia Salona, was aber für Buchstabenrätsel deutlich zu lang ist. Salona war mit Mauern mit Türmen bewehrt. In der Stadt geb es ein Forum, ein Theater, ein Amphitheater, öffentliche Bäder und ein Aquädukt.

Sabratha in Libyen

Sabratha, etwa 70 Kilometer vom heutigen Tripolis entfernt. die Stadt profitierte von der Tatsache, dass der Kaiser Septimius Severus aus Leptis Magna stammte, einem weiteren wichtigen römischen Hafen im heutigen Libyen. Die Stadt wurde von italienischen Archäologen ausgegraben. Es gibt zahlreiche historische Bauten zu bewundern, wie ein Theater, ein Amphitheater und mehrere Tempel, die Antoninus Pius, Jupiter, Herkules, Liber Pater, Serapis und Isis gewidmet sind. Außerdem gibt es eine christliche Basilika aus der Zeit von Justinian. Sabratha hatte ein Büro an der Piazzale delle Corporazioni in Ostia. Hier ist ein Elefant abgebildet, der für den Export von Wildtieren für das Amphitheater und für Elfenbein wirbt.

Syllectum - römischer Hafen in Tunesien mit 9 Buchstaben

Syllectum war eine der ältesten Hafenstädte in Tunesien. Heutzutage heißt die Stadt Salakta. Die meisten Überreste befinden sich unter Wasser. Syllectum hatte ebenfalls ein Handelsbüro in Ostia an der Piazzale delle Corporazioni. In Ostia wurden Amphoren für Olivenöl mit dem Stempel A SYLL gefunden.

Londinium - auch die britische Hauptstadt war einst ein römischer Hafen

Londinium war der lateinische Name für die heutige Stadt London, die Hauptstadt der römischen Provinz Britannia. London wurde nicht von den Engländern, sondern von Kaiser Claudius während der Invasion von Britannia 43 n. Chr. gegründet. Während des Aufstands des keltischen Königs Boudicca im Jahr 60 wurde Londinium vollständig niedergebrannt. Nach der Niederlage der Rebellen wurde die Stadt wieder aufgebaut.

Um das Jahr 140 erreichte Londinium mit 45.000 Einwohnern seinen Höhepunkt und wurde die größte Stadt Großbritanniens. Aufgrund der Lage an der Themse wurde die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum. Einige Teile des Hafens sind archäologisch dokumentiert.

Römischer Hafen mit 5 Buchstaben - Gummi

Die Lage von Gummi, einer Stadt an der Piazzale delle Corporazioni in Ostia, ist umstritten. In Dokumente wird Gummi als navicvlari Gvmmitani erwähnt - mit einer Darstellung eines Kornmaßes. Der Name hat nichts mit Gummi als Material zu tun. Zwei alte Bistümer namens Gummi sind bekannt. Einer ist Gummi in Afrika Proconsularis, heute Bordj-Cédria, Tunesien. Bischöfe sind aus 411, 525 und 1053 n. Chr. bekannt. Der andere ist Gummi in Afrika Byzacena, heute Henchir-El-Senem oder Henchir-Gelama, Tunesien. Bischöfe sind aus den Jahren 484 und 641 n. Chr. bekannt. Bordj-Cédria ist ein Vorort von Tunis, dem ehemaligen Karthago, gelegen an der Küste des Golfs von Tunis. Henchir-El-Senem liegt im Südosten Tunesiens, etwa 16 Kilometer landeinwärts.

Gummi wird von einigen mit Alipota, dessen Standort laut Mahdia unbekannt ist und mit Salakta bzw. Syllectum verbunden. Die Grundlage dafür ist nicht klar. Vorerst deutet alles auf einen Hafen in der Nähe von Karthago hin. Auf der Piazzale in Ostia grenzt das Büro der Spediteure aus Karthago an das von Gummi an, mit dem es Ähnlichkeiten aufweist.

Korinth - der römische Hafen im antiken Hellas

Korinth ist eine sehr alte Stadt, etwa 78 Kilometer westlich von Athen, gelegen in einer geschützten Bucht. Es gab zwei Häfen. Die auf der Westseite des Golfs von Korinth war Lechaion, auch Lechaeum geschrieben. Von hier wurde Korinth mit den griechischen Kolonien im Westen verbunden. Der zweite Hafen hieß Magna Graecia oder Cenchreae und befand sich am Saronischen Golf.

Als die Römer unter Lucius Mummius 146 v. Chr. Korinth besiegten, wurde befohlen, alle männlichen Bürger mit dem Schwert zu töten und alle Kinder und Frauen in Sklaverei zu verkaufen. Lange Zeit war die Stadt vollkommen verlassen, bis Julius Cäsar 44 v. Chr. sie wieder aufbaute. Er gab ihr den Namen Colonia Laus Iulia Corinthiensis, Kolonie Korinth zu Ehren von Julius. Die Stadt ist berühmt für die Aufenthalte des Apostels Paulus.

Vor einigen Jahren entdeckte ein griechisch-dänisches archäologisches Unterwasserteam die Überreste des westlichen Hafenteils sowie die Infrastruktur von Lechaion. Beide Häfen waren mit Seedocks ausgestattet.

Alexandria - der antika Hafen von Alexander dem Großen

Der Hafen von Alexandria wurde von Alexander dem Großen 331 v. Chr. gegründet, am Standort der Stadt Rhakotis im Nildelta. Es wurde das intellektuelle und kulturelle Zentrum der Welt. Im Hafen befand sich eines der sieben Weltwunder, der berühmte Leuchtturm von Alexandria namens Pharos. Ebenso berühmt war die Bibliothek.

Alexandria war für Rom einer der wichtigsten Häfen der Antike am Mittelmeer. In der Römerzeit war er Privateigentum des Kaisers. Der Export von Getreide nach Rom war von großer Bedeutung. Dieses und andere Waren wurden von einer Flotte sehr großer Schiffe nach Puteoli und später nach Ostia-Portus transportiert.

Während eines jüdisch-römischen Krieges, des sogenannten Kitos-Krieges, zwischen 115 und 117 n. Chr. wurde Alexandria beschädigt. Der Kaiser Hadrian befahl seinem Architekten Decrianus den Wiederaufbau. 215 n. Chr. besuchte Kaiser Caracalla die Stadt. Wegen einiger beleidigender Satiren befahl er seinen Truppen, alle jungen Leute die Waffen tragen können, zu töten. Caracalla wird gelegentlich in Buchstabenrätseln eingesetzt, weil er sich mit seinen vier "a" im Namen geradezu anbietet.

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