Vom Nimbus über die Gloriole bis hin zum Heiligenschein

Viele Menschen sind gutmütig und haben deshalb einen imaginären Heiligenschein. Wird im Kreuzworträtsel nach einer Alternative für diesen gesucht, gibt es mehrere Möglichkeiten mit unterschiedlichen Buchstaben. Einige Synonyme sind den Rätselnden bekannt, andere wiederum hören sie vermutlich zum ersten Mal. Doch wie wird nun der Heiligenschein noch genannt?

Heiligenschein im Kreuzworträtsel - welche Antworten gibt es?

Der Heiligenschein hat viele Namen. Er ist die Gloriole oder der Nimbus, aber auch ein Strahlenkreis. Es handelt sich dabei um eine leuchtende Erscheinung in hellem Licht. Diese Aura kann um den Kopf herum aufleuchten oder auch den gesamten Körper umkreisen. Das ist beispielsweise beim Nimbus der Fall. Er umgibt den ganzen Körper. Das ist bei der Aureole ebenso, sie umgibt den Körper kreisförmig, die Mandorla mandelförmig.

Der Nimbus wiederum symbolisiert die Erleuchtung, Macht, Götter und Heilige. Befindet sich der Heiligenschein um den Kopf herum, wird er auch Strahlenkranz oder Sonnenkrone genannt. In diesem Fall kann die Lösung im Kreuzworträtsel auch Corona sein. Den Heiligenschein gibt es nicht nur im Christentum, sondern auch in anderen Religionen.

Der Nimbus spielt auch in der Kunst eine wichtige Rolle. Er wird heiligen, göttlichen oder herrschaftlichen Personen zugeteilt. Wird er kreisförmig um den Körper angeordnet, ist er als Aureole bekannt, mandelförmig als Mandorla. Befindet sich der Heiligenschein hinter dem Kopf, ist er ein Nimbus. Es gibt Gemälde, bei denen er dynamisch inszeniert wurde und mit den Bewegungen geht. Lebende Personen erhielten zum Teil einen eckigen Heiligenschein.

Was symbolisiert der Heiligenschein?

In der Antike war der Nimbus das Symbol für das Göttliche oder Macht. Deshalb erhielten unterschiedliche Götter einen Heiligenschein auf Gemälden. So wurden verschieden römische Kaiser vergöttert und wurden auf Münzen mit Nimbus dargestellt. Auch Sonnengötter erhielten einen Heiligenschein in Form einer Aureole. Sie symbolisiert die helle Sonne, für die diese Götter standen. Der Heiligenschein kann recht abwechslungsreich abgebildet werden, weshalb es auch die verschiedenen Bezeichnungen für ihn gibt.

Die christliche Kunst griff den Heiligenschein ebenfalls auf. Im zweiten Jahrhundert wurde die Gloriole Jesus Christus sowie den amtierenden Päpsten sowie Gott und seinen Engeln zugeordnet. Die Gottesmutter Maria erhielt ihre Gloriole etwas später, bevor dann alle Heiligen eine Gloriole erhielten. Der Kreuznimbus hingegen war für die göttliche Dreifaltigkeit reserviert, die sich aus Jesus Christus, Gott und dem Heiligen Geist zusammensetzt.

Im Mittelalter setzte das Heilige Römische Reich diese Tradition fort und übernahm die Symbole der Antike und des Christentums. Dort erhielten der einfache und der doppelte Adler einen Nimbus. Das hatte es jedoch auch schon zuvor gegeben. Mit der Zeit etablierte sich der Nimbus als Heiligenschein bei Gemälden mit Göttern oder anderen Lichtgestalten. Der Begriff Nimbus wird häufig in sprachlicher Hinsicht genutzt, ein bestimmtes Bild dazu ist nicht vorhanden. Im Bereich der christlichen Mystik gibt es auch das Bild des verklärten Jesus Christus, der sich auf einem Berg namens Tabor befindet und von einigen Aposteln betrachtet wurde. Für den Heiligenschein wurde das Wort Taborlicht gewählt.

Die Mandorla als Heiligenschein

Die Mandorla, zu Deutsch Mandel, wird in der Kunst für einen Heiligenschein verwendet und wird zudem Aureole oder Glorie genannt. Er umgibt den ganzen Körper. Das ist ein Unterschied zu dem Heiligenschein, der nur um den Kopf herum abgebildet wird. Meistens wurde Jesus Christus mit einer Mandorla abgebildet, es gibt jedoch Ausnahmen.

In der Regel ist die Mandorla mandelförmig. Hin und wieder, speziell bei alten Gemälden, wird sie rund oder als Ellipse dargestellt. Dazu kommen auch Gemälde, in denen sie in Form von zwei Kreisen dargestellt wird, die sich überschneiden. Darüber hinaus gibt es gezackte oder rautenförmige Varianten. Mandorlen werden ebenfalls auf griechischen Ikonen abgebildet, vor allem ab Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie sind auf diesen Gemälden häufig zu sehen.

Der äußere Rahmen von Mandorlen verläuft oft farblich aus. Er kann auch skulptural dargestellt werden und scheint einen Regenbogen abzubilden. Der Innenbereich einer Mandorla bliebt häufig ungestaltet. Ab und zu sind dort sogar die Buchstaben Alpha und Omega aus dem griechischen Alphabet zu erkennen. Weniger oft werden Wolken oder der Sternenhimmel abgebildet.

Es gibt außerdem romantische Mandorlen, die mit der Symbolik der Evangelisten gemalt wurden. Sehr oft halten Engel die Mandorla und heben sie an. Das soll die Himmelfahrt von Jesus Christus oder seiner Mutter Maria signalisieren. Auch eine Mandorla soll zum Ausdruck bringen, dass die abgebildete Person göttlich oder zumindest heilig ist. Sie wurde als Symbol des Mittelalters für Gottheiten verwendet.

Der Nimbus als Heiligenschein

Der Nimbus ist ein weiteres Symbol für den Heiligenschein und wölbt sich kreisrund um den Kopf Gottes oder heiligen Personen. Auch diese Bezeichnung kann im Kreuzworträtsel die Antwort sein, wenn ein Synonym für den Heiligenschein gesucht wird. Schon in frühester Zeit wurde der Nimbus für die genannten Personen eingesetzt, um zu demonstrieren, welche Gabe sie haben. Im vierten Jahrhundert verbreitete sich das Christentum als Religion und verwendete den Nimbus für Darstellungen von Jesus Christus.

Im Laufe der Zeit erhielten andere Heilige oder Märtyrer ebenfalls einen Nimbus. Er konnte gold, aber auch rot oder grün und unterschiedlich geformt sein. Das hatte jedoch keine bestimmte Symbolik. Der Nimbus als Dreieck war Gott gewidmet, der Nimbus als Viereck lebenden Heiligen. Später wurde der Heiligenschein auch als mystisches Leuchten abgebildet, das sich hinter der Person auf dem Gemälde befand. Im Zeitalter des Barocks war der Strahlenkranz sehr beliebt. Jesus Christus erhielt einen dreistrahligen Heiligenschein.

Ab und zu wurde der Nimbus auch mit Edelsteinen dargestellt. Ab dem 16. Jahrhundert verzichteten viele Maler auf die Abbildung eines Heiligenscheins. Im Christentum wurde der Heiligenschein nach und nach immer kleiner. Letztendlich war der Nimbus auf einen kleinen Kreis reduziert. Es konnten aber auch Ringe oder mehrere Kreise für den Heiligenschein verwendet werden, die sich über dem Kopf oder dahinter befanden. Anders als beim Heiligenschein für Märtyrer und Heilige sah er bei Jesus Christus häufig anders aus.

Der schiitische Islam verwendet den Nimbus in der Kunst ebenfalls. Speziell für Ali ibn Abi Talib. Außerdem wurden Personen mit Heiligenschein abgebildet, die von gehobenem Stand waren. Die Lösung der Frage nach dem Heiligenschein im Kreuzworträtsel kann vielfältig ausfallen und hängt unter anderem von der Anzahl der Buchstaben ab.